Archiv für Januar 2011

Ergebnisse Uni-Wahl 2011

Hier sind die Ergebnisse der Uni-Wahlen 2011. Es gibt eine Mehrheit für einen linken AStA!

ADF 14,
GHG 8,
Jusos 10,
BB 5,
RCDS 5,
Piraten 2,
HJI 1,
Linke.SDS 0,
LHG 1,
SRK 1

Macht 24 für GHG, Jusos, BB + SRK, 20 für ADF + RCDS, bei 47 Sitzen insgesamt. Hier ein paar Plots zum Vergleich mit den Vorjahren:

Nach Gruppen:

Ergebnisse der Stupa-Wahl 2011 nach Gruppen

Nach Blöcken:

Ergebnisse der Stupa-Wahl 2011 nach Blöcken

(Rechte: ADF, RCDS, LHG. Linke: BB, Jusos, GHG, SRK, SDS. Sonstige: Piraten, HJI. Man möge uns verzeihen, dass wir die Piraten zu den „sonstigen“ gezählt haben, das hat keine tiefere Bedeutung.)

Wie man sieht, sind die rechten Gruppen in jeder Kombination einer linken Koalition unterlegen. Die Differenz beträgt nur einen Sitz, aber es reicht. (Es wird nicht schwer sein, Leute für Stupa-Sitzungen zu mobilisieren, wenn man jetzt nicht mehr ständig von der „regierung“ vorgeführt und abgewürgt zu werden droht.) Es scheint relativ eindeutig, dass die Wähler!nnen die ADF für den Skandal abgestraft haben.

Wir bedanken uns im Namen auch der anderen Basisgruppen bei allen, die uns das Vertrauen geschenkt haben! Nach der langen Dürrezeit freuen wir uns auf ein Jahr der unglaublichen Möglichkeiten!

Burnout

Der Burnout, ein Phänomen dass man sonst nur aus Manager-Kreisen kennt, ist in der Uni angekommen:

Spiegel Online: Lost in Perfection

Prüfungsdruck, Zukunftsangst, Perfektionswahn – der Uni-Stress nimmt zu, viele Studenten fühlen sich überfordert. So brennen die Hochqualifizierten von morgen aus, bevor sie ihre Karrieren überhaupt gestartet haben. Vor einer Therapie schrecken viele zurück.

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Übrigens sind noch bis Freitag den 28.01. Uniwahlen. Ihr könnt mit einer Stimme viel bewegen, also auf!

Filmabend zum Thema Tschernobyl

Wir würden gerne auf folgende Veranstaltung hinweisen:

Donnerstag, 27.01.2011 um 19:30 im STÄPS (Uniklinikum Göttingen):
Filmabend zum Thema Tschernobyl (Doku)

Im Morgengrauen des 26. April 1986 explodierte der vierte Reaktor des Atomkraftwerks Tschernobyl. Eine regenbogenfarbene Stichflamme schoss 1.000 Meter hoch in den ukrainischen Himmel; der Kampf um Tschernobyl hatte begonnen. In den folgenden acht Monaten arbeiteten 800.000 junge Soldaten, Minenarbeiter, Feuerwehrleute und Zivilisten aus der gesamten Sowjetunion fieberhaft daran, die freigesetzte Radioaktivität zu beseitigen, einen „Sarkophag“ um den zerstörten Reaktor zu legen und vor allem die Welt vor einer weiteren Explosion zu bewahren. (PresseBox München, 06.04.2006)

Die Katastrophe von Tschernobyl hat die Welt verändert. Millionen Menschen wurden über Nacht zu Opfern. Riesige Territorien wurden unbewohnbar. Die radioaktive Wolke zog um die ganze Erde. In den Köpfen zahlloser Menschen wuchs die Erkenntnis von den Gefahren der Kernenergienutzung. Selbst in Deutschland erkrankten und starben Menschen aufgrund der mit der Nahrung und mit der Atemluft in den Körper aufgenommenen Strahlenquellen. (ippnw.de, 06.04.2006)

Auch heute sind die gesundheitlichen Folgen noch lange nicht abgeklungen. Zum Anlass des baldigen 25. Jahrestages zeigen wir eine Dokumentation zu dem größten Atomreaktorunfall der Geschichte und möchten anschließend die Diskussion eröffnen.

Wir freuen uns auf Euch!

Eure IPPNW-Studierendengruppe Göttingen

http://ippnwstudierende.12hp.de

Uniwahlen 2011

In der Woche vom 25.-28. Januar (Di.-Fr.) finden die Uniwahlen statt. Die BG fIMP tritt dieses Jahr nicht zu den Wahlen an, da wir uns in einem Neugründungsprozess befinden. Nichtsdestotrotz finden wir es wichtig, zu den Wahlen aufzurufen. Es geht darum, den ADF/RCDS-AStA abzuwählen. Der offensichtlichste Grund ist wohl der Finanzskandal, bei dem der AStA 25.000 € beim Public Viewing und bei Parties im Vertigo „verloren“ hat. Ein zweiter Grund sind die undurchsichtigen Machenschaften um den Bau des neuen Lern- und Studienzentrums am Hauptcampus. Circa acht Millionen Euro – Studiengebühren aus dem „zentralen Topf“ für die nächsten acht Jahre! – sollen für dieses fragwürdige Projekt ausgegeben werden. Das Zentrum wurde erdacht, vorgeschlagen, abgestimmt und genehmigt von ADF-(Ex)Mitgliedern, die in den verschiedenen Gremien und in der Beratungsfirma adiungi GmbH sitzen, und von dem Bau profitieren. Besonders für Physikstudierende dürfte interessant sein, dass drei der fünf Partner bei der adiungi an der Fakultät für Physik arbeiten.

Auch wenn wir dieses Jahr nicht zu den Fachschaftswahlen antreten, finden wir nicht, dass es an den Fachschaften nichts zu tun gäbe:

  • Gerade an der Physik sind in den letzten Semestern Unmengen an Studiengebühren aufgeflossen, die nicht mehr sinnvoll ausgegeben werden können. Die Uni prüft bereits, ob die Einnahmen an der Physik der kommenden Jahre direkt an den zentralen Topf gehen können, wenn das Guthaben nicht aufgebraucht werden kann. Wir fordern eine sinnvolle Verwendung der aufgelaufenen Gelder, und als Konsequenz auch eine Senkung oder Streichung der Studiengebühren.
  • Eine kürzlich stattgefundene Podiumsdiskussion an der Physik offenbarte eine große Unzufriedenheit mit der Qualität der Lehre bei vielen Studierenden. Gerade bei den Grundvorlesungen sind ProfessorInnen und HiWis lustlos und schlecht vorbereitet. Wir fordern die bestmögliche Qualität für alle Vorlesungen und Übungen. Es müssen Anreize für bessere Lehre geschaffen werden. Ein Beispiel: Bisher werden wichtige, aber für Profen unbeliebte Vorlesungen wie Physik I, Diff I, usw. im Rotationsverfahren vergeben. Wir schlagen vor, das Halten solcher Veranstaltungen freiwillig zu machen, aber bei den Lehrverpflichtungen höher zu gewichten. So könnte ein Prof. z.B. entweder 6 SWS an „interessanten“ Spezialvorlesungen machen, oder 3 SWS vorbereitungsintensivere, „langweilige“ Grundvorlesungen machen – dann aber gut vorbereitet, am besten mit Leidenschaft, und nicht um seine/ihre Zeit abzuratzen.
  • Das führt uns zu einem Vorwurf, der auf besagter Podiumsdiskussion Seitens der ProfessorInnenschaft immer wieder durchschien. Die Studierenden selbst seinen für die schlechte Lehre (mit-)verantwortlich. Wir würden die Übungsgruppen sofort verlassen, wenn wir unsere Punkte zusammen hätten, Zettel abschreiben, statt sie selbst zu rechnen, und würden keine Vorlesungen nacharbeiten. Wenn wir das machen, dann nur weil es nicht anders geht! Wir Studierenden wollen uns nicht um den Stoff drücken – wir haben uns ja freiwillig dafür eingeschrieben – wir haben einfach keine Zeit mehr. Das Arbeitsethos in den Math.-Nat. Fächern und der enorm hohe Leistungsdruck führen zu Burnout und hohen AbbrecherInnenquoten. Auch schadet das der „Qualität der Lehre“, wenn man nur von einer Klausur zur nächsten lernt. Was wäre so schlimm daran, wenn man individuell den Bachelor statt in sechs Semstern in acht Semestern machen würde? Wir fordern ein flexibleres, weniger verschultes Studium. Wir fordern weniger Leistungsdruck, und dass man uns mehr Selbstverantwortung zutraut.

All das kann nur besser werden, wenn wir uns organisieren, und uns für unsere Forderungen einsetzen. Die Erfahrungen an anderen Fakultäten zeigen, dass sich dann durchaus etwas bewegen lässt. Es wird Zeit, dass das auch an der Mathe und an der Physik geschieht!




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