Bildungsproteste – Auftakt im Sommersemester!

Besetzung von Unigebäuden in Leipzig

Im Rahmen der Leipziger ‚Protesttage‘ wurden mehrere Seminarräume der Universität besetzt, um Freiräume für einen kritischen Diskurs über Bildung und Gesellschaft zu schaffen.

Im folgenden die Mitteilung der Besetzer*innen (Quelle: protesttage.blogsport.de):

Nach den erfolgreichen Protesttagen im Geisteswissenschaftlichen Zentrum (GWZ) und der daraus resultierenden Besetzung mehrerer Räume im Neuen Seminargebäude (NSG) setzen sich die von Leipziger Studierenden ausgehenden Proteste über das Wochenende fort.

Die besetzten Räume werden zur Fortsetzung der im GWZ begonnenen inhaltlichen Arbeit, zur Reflexion und Diskussion der kritisierten Zustände in Universität, Bildungswesen und Gesellschaft genutzt. In offenen Diskussionskreisen und Workshops analysieren die TeilnehmerInnen ihre Situation, formulieren Kritik und setzen sich intensiv mit Begriffen auseinander.

Die Motivation der Protestierenden ist weiterhin groß, allein an den offenen abendlichen Plena beteiligten sich in den letzen Tagen jeweils bis zu 100 Personen. Die Gesamtzahl der Beteiligten ist aufgrund der hohen Fluktuation nur schwer einzuschätzen, es kommen jedoch täglich Interessierte hinzu. Die Protestierenden legen wert darauf die inhaltlichen Auseinandersetzungen mit den angesprochenen Themen in den Mittelpunkt zu stellen und davon ausgehend die Formen, Möglichkeiten und Perspektiven von Protest zu diskutieren. Der Vorwurf keine Forderungen aufgestellt zu haben, muss entschieden zurückgewiesen werden.

Seit Mittwoch werden Kritikpunkte ohne Unterbrechung öffentlich bei offenen Mikrofonen, in Diskussionskreisen und im Internet, sowie auf Transparenten und Plakaten geäußert und zur Diskussion gestellt. Am Samstagmorgen kam es zur Verwunderung der Protestierenden zu einem destruktiven Akt seitens des technischen Personals der Universität. Transparente und Plakate wurden von der Fassade und aus dem Treppenhaus entfernt und konnten nur teilweise gerettet werden. Die Protestierenden drücken ihre Irritation über diese Aktion aus, da sie es vorziehen sich weiter mit den Inhalten ihres Protestes zu beschäftigen, anstatt sich mit solchen unnötigen und illegitimen Aktionen befassen zu müssen. Die Selbstorganisation des Protestes funktioniert sehr gut und wird in den Plena ständig reflektiert und verbessert; um den Protest auf Dauer zu stellen und die Auseinandersetzung fortsetzen zu können freuen wir uns aber weiterhin über Spenden materieller und finanzieller Art.

Alle Interessierten und Betroffenen, die sich mit den angesprochenen Themen und den Standpunkten der Studierenden auseinandersetzen wollen, sind herzlich eingeladen und aufgefordert sich zu beteiligen – die angestoßene Debatte muss auf allen Ebenen fortgesetzt werden um notwendige Veränderungen durchsetzen zu können!

In Göttingen findet diesen Dienstag (2. April) eine Protestkundgebung um 13 Uhr im ZHG statt, auf diese soll ein offenes Vorbereitungs- bzw. Perspektiventreffen für Organisierung und Proteste im Sommersemester folgen. Im Sommersemester sollen Vollversammlungen an allen Fachbereichen stattfinden, um politisches Bewußtsein, Organisierung und eine studentische Position zu den derzeitigen geselschaftlichen Verhältnissen und Diskursen zu schaffen. Kommt zahlreich!





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